Mobiler, multifunktionaler Überwachungsturm soll Müllablagerungen verhindern - Oberbürgermeisterin Andrea Henze gab am ersten Einsatzort den Startschuss
GE. Mit einer Kombination aus Künstlicher Intelligenz (KI) und Radar hat die Stadt Gelsenkirchen in der Vergangenheit bereits erfolgreich Orte wie Schulhöfe oder Spielplätze überwacht, um zum Beispiel unbefugten Aufenthalten zu begegnen. Hier hatte Gelsenkirchen eine viel beachtete Vorreiterrolle. Die Effizienz der Arbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes konnte deutlich gesteigert werden, und auch die Beschwerden gingen zurück.
Nun folgt ab heute der nächste Schritt und ein mobiler, multifunktionaler Überwachungsturm mit Video, Radartechnik und Infrarot kommt erstmalig zum Einsatz. Die Videoüberwachung soll künftig an Depotcontainer-Standorten gegen illegale Müllablagerungen und perspektivisch auch in Grünanlagen, wo trotz Verbot häufig gegrillt wird, eingesetzt werden.
Oberbürgermeisterin Andrea Henze: „Wir haben mit dem Einsatz der mobilen Überwachung an dem Containerstandort Junkerweg begonnen, da wir hier besonders häufig massive Müllablagerungen zu verzeichnen haben. Das neue System soll dafür sorgen, dass Gefahren, die durch die Vermüllung entstehen, künftig vermieden werden. Da die auf den Überwachungsvideos zu sehenden Personen zunächst verpixelt sind, muss niemand Sorge haben, dass er durch eine Kamera unrechtmäßig aufgenommen wird. Erst wenn die Aufnahmen zum Nachweis eines Vergehens benötigt werden, kann die Verpixelung aufgehoben werden. Wir hoffen natürlich, dass der Turm dafür sorgt, dass wir nicht zu diesem Vorgehen greifen müssen.“
Aktuell steht der Überwachungsturm am Containerstandort am Junkerweg 32 in der Gelsenkirchener Neustadt. Heute wurde er offiziell durch die Oberbürgermeisterin in Betrieb genommen.
Ab sofort werden wechselnd die Containerstandorte am Junkerweg, an der Walpurgisstraße und an der Achternbergstraße in den Blick genommen. Dort führen die illegalen Müllablagerungen immer wieder zu unterschiedlichen Gefährdungen. So locken an der Achternbergstraße vor allem organische Abfälle wie Lebensmittelreste immer wieder Schadnager an.
„Die Videoüberwachung wird zur Gefahrenabwehr eingesetzt, um den engen Regelungen des Datenschutzgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen gerecht zu werden“, führte Stephan Kühn, Abteilungsleiter im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung weiter aus. „Mit der Radarüberwachung sind wir bereits bestens vertraut. Vor allem die Videoüberwachung ist jedoch an sehr enge rechtliche Vorgaben gebunden.“
Die mobile Überwachungseinheit wiegt rund eine halbe Tonne und hat einen etwa sechs Meter hohen Turm. Die Daten des Radarsensors und der Infrarotkamera werden über das Mobilfunknetz an die kommunale Leitstelle für Sicherheit und Ordnung übertragen. „Bei Auffälligkeiten wird dann der Kommunale Ordnungsdienst tätig, wie dies zum Beispiel auch bei den überwachten Schulhöfen und Spielplätzen Praxis ist“, erläuterte Mark Haverkamp, stellv. Referatsleiter im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Im Fall einer illegalen Müllablagerung erfolgt die Beseitigung durch GELSENDIENSTE.
Nach einem Jahr wird bilanziert, ob und wie sich der Einsatz des mobilen Überwachungsturms bewährt hat.
Quelle: Stadt Gelsenkirchen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗